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Promotionen (wiss. Mitarbeiter/innen)

Wir bieten eine Reihe von Stellen im Bereich der memristiven Oxide (SFB 917), im Bereich der Elektro­chemie und im Bereich der Ferro­elektrika/Piezo­elektrika an. Insbesondere Kandidaten mit über­durch­schnitt­lichen Leistungen möchten wir auffordern, sich mit Prof. Waser in Verbindung zu setzen. Eine Beteiligung an der Lehre des Instituts, insbesondere zu der Lehr­veranstaltung “Grundlagen elektronischer Materialien und Bau­elemente” wird im üblichen Rahmen erwartet.


Promotionsarbeit für Physiker, Materialwissenschaftler

Nanoskopische Untersuchung von 2-dimensionalen Elektronengasen an Oxid-Heterogrenzflächen

In diesem Promotionsprojekt sollen 2-dimensionale Elektronengase (2DEGs) in Oxid- Schichtsystemen realisiert und kontrolliert werden. Diese Elektronengase können durch aufbringen von kristallinen oder amorphen Schichten auf Strontiumtitanat (SrTiO3) erzeugt werden und bilden dort einen 2-dimensionalen Leitungskanal (Abb. 1). Im Mittelpunkt dieses Projekts steht die Untersuchung von lateralen Inhomogenitäten dieses Leitungskanals auf der Nanoskala mittels Mikroskopie (s-SNOM, Abb. 2) und synchrotron-basierter Spektroskopie (XPEEM). Die 2DEG-­Eigen­schaften sollen dabei unter kontrollierter Variation der Gitter­unordnung und Defekt­struktur untersucht werden.

Das Promotionsprojekt beinhaltet u.a. folgende Aufgaben:

  • Herstellung und strukturelle Charakterisierung von atomar definierten Oxid-Heterostrukturen mittels gepulster Laserdeposition
  • Laterale Strukturierung der 2DEGs durch Lithografie-Prozesse
  • Untersuchung der Hoch- und Tieftemperaturleitfähigkeit (2 K–1100 K) der 2DEGs
  • Lateral aufgelöste spektroskopische Untersuchung mit Photoelektronen-Spektroskopie (XPEEM)
  • Durchführung von scanning near-field optical microscopy (s-SNOM) Untersuchungen (in Zusammenarbeit mit dem I. Phys. Inst. der RWTH Aachen)

Das Promotionsvorhaben wird im Rahmen einer Kooperation des IWE2, RWTH Aachen und dem PGI7, Forschungszentrum Jülich GmbH durchgeführt. Das Projekt ist auf 36 Monate befristet und wird mit 75% TV-L E13 vergütet.


Voraus­setzungen: Gute Kenntnisse in Festkörperphysik, Spaß an interdisziplinärer Arbeit, Experimentelles Geschick Fähigkeit zur Teamarbeit in einem internationalen Umfeld.


Ansprech­partner:
Dr. Felix Gunkel
IWE2, RWTH Aachen University
Tel. 02461-615339
Email: gunkel@iwe.rwth-aachen.de


Prof. Regina Dittmann
PGI7, FZ Jülich
Tel. 02461-614760
Email: r.dittmann@fz-juelich.de


Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung auf dieses spannende Projekt!

Abb.1: 2DEG-Formation durch Ladungstransfer in atomar definerten Oxid-Grenzflächen

Abb.2 :Direkt abgebildete Inhomogenitäten des 2DEGs (s-SNOM)


25.01.2017

Promotionsarbeit für Elektrotechniker, Physiker, Materialwissenschaftler, Physikochemiker

Elektrokatalytische Wasseroxidation

Ziel: Mikroskopisches Verständnis des Anodenprozesses der Wasserelektrolyse und neue Metalloxide als Elektrodenmaterialien

Die großtechnische Wasserelektrolyse wird den wichtigsten Prozess in der künftigen Energie-Infrastruktur darstellen. Der gewonnene Wasserstoff wird in Brennstoffzellen-basierten Fahrzeugen (PkW, Busse, etc.) eingesetzt werden. Zugleich ist er der Schlüssel zur Lösung des Speicherproblems der regenerativen Energieerzeugung, da er – wie heute Erdgas – in großen Gaskavernen als strategische Reserve der Bundesrepublik gespeichert werden kann.

Die Verbesserung der Effizienz der Wasserelektrolyse – und aufgrund des elektrischen Überpotentials insbesondere die Oxidationsseite – ist hierbei die größte Herausforderung für die Forschung & Entwicklung. Diese kann nur durch ein mikroskopisches Verständnis der elektrokatalytischen Teilschritte und ein daraus abgeleitetes, neuartiges Konzept für Elektrodenmaterialien bewältigt werden. Gegenüber bestehenden Lösungen ist der Anteil an Edelmetallen bei geringerem Überpotential in der Zelle zu verringern und die Lebensdauer zu erhöhen.

Zu den Aufgaben in der geplanten Promotionsarbeit (PGI-7, FZ Jülich / IWE2, RWTH Aachen) gehören:

  • Herstellung epitaktischer Oxid-Dünnschichten mittels Pulsed Laser Deposition (PLD)
  • Charakterisierung der Oberflächen-Morphologie mittels SEM und AFM, Strukturanalyse mittels XRD
  • Analyse der elektronischen Struktur (Fermi-Niveau, Zustandsdichteverteilung) mittels XPS und Nano-ESCA; elektronische Transporteigenschaften mittels Hall-Messungen
  • Elektrochemische Charakterisierung mittels potentiostatischen und potentiodynamischen Strom-Spannungs-Messungen
  • In-situ Tunnelmikroskopie- und spektroskopie, In-situ TEM (in Koop. Mit dem ER-C)
  • Modellentwicklung der molekularen Teilschritte einschl. der Elektronentransfer-Reaktion
  • Studien an alternativen Metalloxid-Systemen


Voraus­setzungen: Grundkenntnisse der Festkörper- und Oberflächenphysik sowie der physikalischen Chemie; Überdurchschnittliche Studienleistungen; Spaß an experimenteller, multidisziplinärer Arbeit in gruppenübergreifenden Teams.


Ansprech­partner: Prof. Dr. Rainer Waser (waser@iwe.rwth-aachen.de)
oder: Dr. Ilia Valov (i.valov@fz-juelich.de)


11.07.2013

Promotionsarbeit für Physiker, Chemiker

Metalloxidcluster als neuartige resistive Schaltelemente

Die kontinuierliche Verkleinerung von konventionellen CMOS-Bauelementen hat in der Vergangenheit zu einem steten Anstieg an Speicherkapazität und Rechenleistung geführt. Da diese Entwicklung aber zunehmend an physikalische Grenzen stößt, müssen alternative Technologien entwickelt werden. Eine Möglichkeit besteht in der Verwendung von molekularen Systemen als Informationsträgern. Die bereits erfolgreich etablierte Technik des resistiven Schaltens zwischen verschiedenen elektrischen Leitfähigkeiten von Metall­oxid­filmen eignet sich hierfür in besonderem Maße (? ReRAMs). Durch Verwendung von Metalloxid-Clustern als Ersatz für die bislang üblichen Dünnschichtsysteme bietet sich die Möglichkeit zur Entwicklung neuartiger Speicherzellen im Nanometermaßstab.

Im Institut für elektronische Materialien (PGI-7) des Forschungszentrums Jülich ist ab Januar 2016 im Rahmen einer Kooperation mit dem Institut für Anorganische Chemie der RWTH Aachen eine Stelle für


eine wissenschaftliche Mitarbeiterin
oder einen wissenschaftlichen Mitarbeiter
(Entgeltgruppe 13 TV-L)

mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit befristet für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen. Die Beschäftigungsdauer richtet sich nach den Vorschriften des Wissen­schafts­zeit­vertrags­gesetzes.

Im Rahmen der Promotion sollen verschiedene komplexe Polyoxovanadate (POV) auf ihre Eigenschaften zum resistiven Schalten hin untersucht werden. Hierzu wird zunächst die Adsorption der Moleküle auf verschiedenen Oberflächen charakterisiert und anschließend deren Redoxzustand durch gezielten Ladungstransfer gesteuert. Die Aufgabenstellung umfasst zunächst die Überführung der Moleküle ins Ultrahochvakuum, die hochauflösende Abbildung sowie die elektronische Charakterisierung der Moleküle. Im finalen Schritt soll schließlich der molekulare Redoxzustand durch gezielten Ladungstransfer mit der STM-Spitze manipuliert werden, um unterschiedliche Informationszustände zu simulieren.


Anforderungen:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom oder Master) im Fach Physik oder Chemie (bevorzugt mit Schwerpunkt Physikalische Chemie) mit der Note gut oder besser
  • Erfahrung im Umgang mit Rastersondenmikroskopie und / oder anderen oberflächensensitiven Untersuchungstechniken, möglichst auch unter Ultrahochvakuumbedingungen
  • Fähigkeit zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten
  • Gute schriftliche und mündliche Englischkenntnisse


Auskunft erteilt:
Dr. Kirill Monakhov (Institut für Anorganische Chemie, RWTH Aachen),
Email: kirill.monakhov@ac.rwth-aachen.de
Dr. Marco Moors (Peter Grünberg Institut, FZ Jülich),
Email: m.moors@fz-juelich.de